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Christina Kubisch: Schlohweiß und Rabenschwarz, 2001

- Schlohweiß und Rabenschwarz, 2001
„Ich interessiere mich immer für die Geschichte von Räumen“, äußert sich Christina Kubisch grundsätzlich zu ihren Arbeiten. Und tatsächlich existiert ein „Erlebnisraum“ nicht nur in seiner sinnlichen Ausstrahlung, sondern auch durch seine zeitlich gewachsene Geschichte. Gekonnt wurde dies in Kubisch‘ Installation „Schlohweiß und Rabenschwarz“ umgesetzt.
Von einer insgesamt achtteiligen Licht- und Klanginstallation, die die Künstlerin zwischen 1999 und 2001 für die Räume des Zentrums für Internationale Lichtkunst entworfen hat, ist die Arbeit "Schlohweiß und Rabenschwarz" als feste Installation erhalten geblieben. Auf die frühere Bestimmung des ehemaligen Gärbottichraums eingehend, hat Kubisch die vier tiefen Gärbecken in Klangfelder verwandelt. Streng geometrisch angeordnet, hat sie auf den schwarz gestrichenen Boden unterschiedlich große weiß pigmentierte Lautsprecher installiert, die - mit Schwarzlicht beleuchtet - so stark reflektieren, dass sie zu schweben scheinen. Und so wie das fluoreszierende Licht von unten nach oben strahlt, ertönen fein abgestimmte variierende Klänge aus der Tiefe, die unterschiedliche Assoziationen zum Thema Natur zulassen. So schafft es Christina Kubisch mit ihrer Installation den Raum in seiner Ganzheit zu erfassen und zu vermitteln, erschafft aber gleichzeitig eine ganz eigene Raumebene – ein verbindender Spagat zwischen alter Raumgeschichte und neuer begonnener Raumhandlung.

- Christina Kubisch
Christina Kubisch *1948 in Bremen
Kubisch studierte zehn Jahre lang in Stuttgart, Hamburg, Graz, Zürich und Mailand Malerei, Musik, Komposition und Elektronische Musik. 1980 begann sie schließlich Klanginstallationen und Klangskulpturen zu schaffen, für welche sie international bekannt Beachtung fand. Seit 1994 ist sie Professorin für „Plastik/Audiovisuelle Kunst“ an der Hochschule der Bildenden Künste Saar in Saarbrücken. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.











