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Aktuelles
Mario Merz: Fibonacci-Reihe, 2000

- Fibonacci-Reihe, 2000
Die "Fibonacci Reihe" des 2003 verstorbenen Künstlers Mario Merz unterscheidet sich von den anderen Installationen, die im Zentrum für Internationale Lichtkunst zu sehen sind: Befindet sie sich weithin leuchtend und sichtbar außen am Schornstein der ehemaligen Lindenbrauerei.
In der Fibonacci-Folge, einer mathematischen Zahlenfolge, die sich - immer mit der vorausgehend Zahl addiert - bis ins Undendliche fortsetzen lässt (1, 1, 2, 3, 5, 8,13….), hatte Merz eine Inspirationsquelle gefunden. Seit 1972 bezog er die Zahlen immer wieder in seine Werke mit ein, zu denen neben Installationen und Skulpturen auch Malereien gehören.
Die Installation am Schornstein des Industriegebäudes ist sicherlich seine größte und bekannteste Arbeit mit der Zahlenfolge: 16 Zahlen, in der Handschrift des Künstlers angefertigt und an dem 52 Meter hohen Turm angebracht, leuchten in einem hellen Blau in den Himmel hinein. Die Zahlenfolge wird durch die Höhe des Schornsteins begrenzt und doch ist der Betrachter geneigt, die Reihe gedanklich fortzusetzen, was ihm jedoch nicht gelingen wird. So verkörpert das Werk von Mario Merz zwei gegensätzliche philosophische Gedanken: Die Natur auf der einen und das menschliche Streben nach Ordnung, nach Begrenzung und Vollkommenheit auf der anderen Seite.

- Mario Merz
Mario Merz *1925 in Mailand, verstorben 2003
Mario Merz gilt als ein Hauptvertreter der „Arte Povera“ (ital. "Arme Kunst"), deren Kunstwerke typischerweise Rauminstallationen sind, die aus gewöhnlichen und alltäglichen Materialen hergestellt werden. Er erforschte die Nahtstelle zwischen Natur und Intellekt. Seine Kunst schwebt zwischen Gegensätzen: Zwischen Ordnung und Chaos, zwischen Logik und Sinnlichkeit, zwischen Zahl und Erzählung.






