• Facebook-Button
  • twitter-Button
  • RSS-Button

Familienführungen

TYPO3 Cumulus Flash tag cloud by TYPO3-Macher - die TYPO3 Dienstleister (based on WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck) requires Flash Player 9 or better.


Aktuelles

12.06.2013

Unser Sommerferienprogramm für Kinder

Jetzt anmelden! mehr…

12.06.2013

Reise nach Amsterdam zum Lichtfestival

Der holländische Direktor des Zentrums für Internationale Lichtkunst führt Sie persönlich durch sein Amsterdam! mehr…

12.06.2013

Familienführungen im Juli

jeden 01. & 03. Sonntag im Monat mehr…

12.06.2013

Am 06. Juli ist EXTRASCHICHT

Die lange Nacht der Route Industriekultur mehr…

02.06.2013

Skyspace im Zauber der Dämmerung

Sonderöffnungszeiten 2013 mehr…


"Licht und Verführung"

19.09.2003 bis 18.01.2004

Licht und Verführung, 2004

Liebe, Lust, Leidenschaft, Verlockung, Sinnlichkeit: "Licht und Verführung" zeigt eine weitere Wechselausstellung des Zentrums für Internationale Lichtkunst. Der Besucher wird in seinem alltäglichen Leben abgeholt und in einen sinnlich erfahrbaren Erlebnisraum entführt, in dem "Licht und Verführung" faszinieren.
In der Ausstellung visualisieren die Kuratoren Sabine Schirdewahn und Matthias Wagner K in exemplarischen Installationen das Licht als Mittel der Verführung im weiteren Sinne. Dabei taucht der Besucher in sinnliche, geheimnisvolle und aufregende Welten: Er stößt auf die Ruinen einer gotischen Kathedrale, lauscht in einem verwunschenen Zauberwald den Worten einer Märchenerzählerin, folgt in plüschigen Kinosesseln sitzend verschiedenen Kinosequenzen - angefangen bei Robert Wienes "Das Kabinett des Dr. Caligari" über Ridley Scotts "Blade Runner" bis zu Steven Spielbergs "minority report". In einem Bühnen-Modell-Raum lässt er sich von ausgesuchten Theater-, Show-, Event- und Varietéinszenierungen, in denen Licht ein wichtiges stilistisches Mittel gewesen ist, begeistern. Als Voyeur kann der Besucher mit einem Blick durch ein überdimensionales Schlüsselloch verführerische Ansichten aus den vergangenen Jahrhunderten bewundern. Geht er den Weg durch die Wechselausstellung weiter, zeigen ihm die Ausstellungsmacher durch zahlreiche Videoclips die Wirkung des Lichts in der Fotografie, in den Medien und in der Politik: die schöne Welt des Scheins, Licht als Magnet unerfüllter Sehnsüchte, das Lust und Leidenschaft weckende Licht, Licht als Machtinstrument.
Der Besucher tappt bei seinen Betrachtungen und Erlebnissen nicht im Dunkeln: Zahlreiche Schrifttafeln geben Auskunft zu den Objekten und Installationen, machen Wirkung, Sinnzusammenhänge und Historisches verständlich.

Erstmalig wird das Thema "Licht und Verführung" in einer Ausstellung umgesetzt. Bei der Inszenierung werden Sinne angeregt. Ein zentrales Element emotionaler Wirkungen ist Licht - sei es in der Kirche, beim Film oder auf der Bühne, bei der Fotografie, in der Werbung oder in der Erotik. Warum hat Licht diese Wirkung? Beeinflusst es unser Leben bewusst oder unbewusst? Welche Auswirkung hat Licht auf unsere Kultur?


Kleiner Exkurs


"Es werde Licht!" - "Und es ward Licht." (1. Mos. 1,3). Kulturgeschichtlich gesehen, war Licht immer mit einer Aura von Transzendenz und Überhöhung ausgestattet, als göttliches Himmelslicht. Mit der beginnenden Industrialisierung im 19. Jahrhundert wird Licht zum technisch bedingten Träger modernen Fortschrittglaubens: eine Synthese von göttlicher Utopie und technischer Machbarkeit. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sorgte die technische Entwicklung dafür, dass das Licht in die Lichtspielhäuser kam und große Massen von Menschen in einen Zustand der Bezauberung versetzte. Wenige Jahre später wurde die kultische Dimension des Lichtes als politisches Instrument missbraucht. 1936 wird Alfred Speers "Lichtdom" als Höhepunkt des Reichsparteitages der NSDAP in Nürnberg gefeiert. Zeitgleich bildete sich eine zweite Tradition des Umgangs mit Licht heraus. Sie hat ihre Wurzeln in der Bewerbung von Produkten der industriellen Produktion, die insbesondere seit Beginn des 20. Jahrhunderts mit Lichtreklamen und später dann mit Neonreklamezeichen in den Großstädten erfolgte. Diese Werbeform fällt mit dem Siegeszug des Fernsehens in den 60-er und 70-er Jahren. Denn das Fernsehen ist ein günstigerer Werbeträger, und die Werbung erreicht jeden einzeln. Ende der 80-er Jahre erfahren die Begriffe Aura, Kult, Transzendenz und Überhöhung ihre Renaissance in einem neuartigen Produktmanagement der Industrie und Medienwirtschaft.